Reisebericht Kirchhellen

Auftaktlager vom 3. bis 5. April 2009 (Kirchhellen)



Nun liegt es an mir, ein paar Zeilen zum ersten Treffen des Vereins dieses Jahres und dessen Freunden aus Berlin und Lippstadt zu schreiben. Los ging es an einem sonnendurchfluteten Freitag, nachdem am Donnerstag in Windeseile der Anhänger gepackt worden war. Es war schön anzusehen, das Lager, denn als ich ankam, waren schon fast alle dort. Teilweise hatte man sich lange nicht gesehen, andere kannten sich noch gar nicht.



Begeistert wurde ausgeräumt und weiter aufgebaut, vor allem war es schön, dass einem sofort geholfen wird, bei was auch immer. Als es dann zu Tisch ging, wurde zünftig gespeist, lecker war es! Alle kamen sofort ins Gespräch, wenngleich ich sagen muss, dass ich gar nicht aus dem Erzählen heraus kam. Schließlich war und bin ich der Neue gewesen, der gar nicht fassen konnte, wie ihm geschah. Nämlich gut. Langsam dämmerte es dann und es wurde dunkel.



Mit der Gemütlichkeit ging es dann natürlich gleich weiter, im großen Kreis um die Feuerstelle wurde sich weiter ausgetauscht. Es wurde herzlich gelacht, ein bisschen musiziert (manchmal auch schräg, was vielleicht auf die Euphorie zurückzuführen ist). Wie es bei solchen Treffen ist, dünnte es sich dann irgendwann aus – ich habe nicht nachgeschaut, wann – und man ging schlafen.



Tja, der nächste Morgen. Frühes Glockengeläut und ein beherztes „Aufstehen!!!“ war so ziemlich das erste, was manche(r) vernahm. Aber egal, denn wer nicht aufstand, wurde mit der Lanze freundlich gepiekst oder an der Nase gezwickt. Damit war es dann auch ein perfekter Start in den Tag und auch das Frühstück war selbstverständlich superb. Es standen danach Waffengang und Bogenschießen an, wobei ich an dieser Stelle es mir nicht nehmen lassen will, dass die Sicherheit absolute Priorität hatte. Was mich natürlich sehr gefreut hat.



Wir nutzten den Tag und das Wetter spielte weiterhin wunderbar mit. Für die Gerüsteten war es sehr angenehm, dass sich der Himmel etwas bedeckte, wir anderen genossen die einsetzende Kühle teilweise, um anderweitig aktiv zu werden. Es wurde genäht, Essen vorbereitet und natürlich auch sorgfältig aufgeräumt und gespült. Denn auch ohne Zuschauer, bis auf ein paar ballspielende Kinder, war es immerhin das Auftaktlager, man bereitet sich eben auf das Kommende vor (was für ein Wortspiel ...). Außerdem modifizierte Babs’ Vater den Vereinsanhänger, sodass dieser nicht mehr andauernd kippen würde, ohne an einem Wagen angehängt zu sein.



Der Tag nahm somit seinen Lauf und nach einem Nachmittagsimbiss wurde sich erst einmal bei anregenden Gesprächen entspannt. Bis zum Abendessen hin wurde geredet ... und dann war erst einmal Sendepause, denn man nutzte die Gunst der Stunde, sich schon einmal auf die Saison und die zünftige Darstellung weiter vorzubereiten: Beim Essen wurde geschwiegen – auch dann noch, als sich ausgerechnet der Kopf der Tafel und die weiter oben sitzenden sich fast nicht mehr einkriegen konnten aufgrund des dringenden ... ach lassen wir das, denn wir wollen ja niemanden genau benennen, der dann dringendst gen Abort ging.



Der letzte Abend wurde intensiv weiter genossen. Ein kleines Highlight war die Bestätigung Michaels von Tremonia als Sergent im Orden. Spontanerweise gab es plötzlich noch ein Tauziehen und – natürlich – so manche Anekdote letzten Jahres zu erzählen. Es wurde viel gelacht, gesungen und vereinzelt stark diskutiert, was aber auch dazu gehört. Man sagte mir, es sei bis sechs Uhr morgens vom hartgesottenen Kern durchgehalten worden. Nun ja, das rächte sich spätestens am nächsten Morgen.



Der Sonntag wurde zu einem weiteren Waffengang im Wald genutzt, zum Bogenschießen und zum „entspannten Ausspannen“. Und nach einer übermäßigen lippstädtischen Verköstigung mit Fleischmengen wurde abgebaut, denn es hätte ja sein können, dass ein plötzlicher Regensturz alles fortspülen würde.



Das Wochenende war (wie jedes dieser Art) ein paar Tage zu kurz. Denn es war schön. Ich für meinen Teil bin sehr froh, dass ich dabei sein konnte.



Ein großes Dankeschön gebührt an dieser Stelle auch denjenigen, die für die wunderbare Verpflegung gesorgt haben, denn es ist keine Selbstverständlichkeit.



Hartman von Humersbotle (Mike)

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